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Erholungslandschaft zwischen Würm und Isar



Die Landschaft im Norden Münchens ist durch große Vielfalt gekennzeichnet:
Flussauen, Moosflächen und Heideflächen, Ackerland und Wiesen, Forsten und Auwälder, bestimmen mit Parkanlagen und Alleen entlang von Straßen und Kanälen das Bild. Die Landschaft ist für Naherholung geeignet.
Durch Ansprüche der verschiedensten Art ist die schöne und ausdrucksvolle Landschaft in ihrem Bestand bedroht. Um die vorhandenen Werte zu wahren und weiter zu entwickeln, hat der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München dazu aufgerufen, das Gebiet als Einheit zu sehen und die Aktion "Erholungslandschaft zwischen Würm und Isar – eine Aufforderung zum Handeln" initiiert.

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Die Sicherung und Entwicklung attraktiver Naherholungsgebiete liegt nicht nur im wohlverstandenen Interesse der umliegenden Gemeinden, sondern ist darüber hinaus von erheblicher regionaler Bedeutung. Traditionell werden im Ballungsraum München die Erholungsgebiete im Süden und Südwesten stark frequentiert. Der zumindest an schönen Wochenenden starke Ausflugsverkehr führt auf weiten Strecken zu verstopften Straßen und damit verbunden zu Lärm- und Luftbelastungen in den betroffenen Gegenden.
Der Erholungsflächenverein unterstützt daher die Bemühungen, diesen Stadt- und Umlandbereich im Norden Münchens zu sichern und weiter aufzuwerten. Gemeinsam mit dem Heideflächenverein Münchener Norden und dem Verein Dachauer Moos e.V. wollen wir mithelfen, diese Erholungslandschaft im Verdichtungsraum München zu erhalten und zu gestalten.

Die Vereine haben jeweils ihre eigenen Aufgaben, wollen aber gemeinsam zur Sicherung und Entwicklung des Landschaftsraums beitragen. Erfolgversprechendes Handeln in einem durch Gemeindegrenzen zerschnittenen Landschaftsraum erfordert Kooperation und Gemeinsamkeit.
Der Heideflächenverein sieht sein Aufgabenfeld dabei in der Heidelandschaft zwischen Mallertshofer Holz und Isar, der Verein Dachauer Moos im Freiraum östliches Dachauer Moos/Schwarzhölzl.

Der Erholungsflächenverein investiert im Sinne einer Aufwertung des Münchner Nordens traditionell u.a. in den Raum zwischen Würm und Isar. Er schuf dort die Erholungsgebiete Echinger See, Karlsfelder See, Neufahrner Mühlseen und Unterschleißheimer See sowie beschilderte Rad-/Wanderrouten z.B. entlang von Würm, Isar und Würmkanal.
Part des Erholungsflächenvereins in Zukunft ist die Trägerschaft für punktuelle konkrete Maßnahmen, z.B. für die Intensiverholungsgebiete an der Peripherie des Raums (Hollerner See, Mallertshofer See), für landschaftlich reizvolle und kulturgeschichtlich interessante "Erlebnispunkte", für den Wegeausbau, für Lenkungsmaßnahmen und für notwendige Informationen. Zu ergänzen ist auch das Rad-/Wanderwegenetz, das zum einen in Nordsüd-Richtung das nördliche Umland mit der Stadt München verbindet und zum anderen in Ostwest-Richtung die einzelnen Erholungsgebiete und die großen Landschaftszüge der Isarauen, der Heiden und des Dachauer Mooses miteinander verknüpft.

Wenn die Aufwertung der Landschaften im Norden von München dazu beiträgt, einen Teil des Erholungsverkehrs am Ort zu binden, dann ist dies ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz in der Region.